Neue 5G Campus Netze sollen Mobilfunk ergänzen

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Neue 5G Campus Netze sollen Mobilfunk ergänzen – 5G Netzbereiche und die passenden Allnet Flat gibt es mittlerweile sowohl bei Telekom als auch bei Vodafone und O2. Private Kunden können daher bereits die schnellen Verbindungen nutzen und profitieren von den schnellen Reaktionszeiten der neuen Technik. Mittlerweile gehen die Unternehmen aber noch einen Schritt weiter und bieten die neue Technik auch speziell für Unternehmen an. Diese können sich mit 5G ein eigenes Mobilfunk-Netz aufbauen und haben dann die Möglichkeit, dort ihre eigenen Daten separat zu übertragen – getrennt vom normalen Mobilfunk-Netz und auch mit separater Hardware. Falls also das normale Handynetz ausfallen sollte oder überlastet ist, hat das keine Auswirkungen auf die separaten 5G Netze.

Die neue Netztechnik ist dabei dem Namen nach für Hochschulen gedacht. Dort hat man in der Regel eine große Anzahl von Teilnehmern und auch den Bedarf, viele Daten zu übertragen. Das können die Ergebnisse von Experimenten sein, die vom Labor in die Büros übertragen werden müssen, 3D Video Übertragungen und Grafik Modellierungen, die viele Daten verschlingen oder auch einfach die Online-Vorlesung, die vom Büro in den Hörsaal und ins Netz gestreamt wird. Generell sind diese neuen Netze aber natürlich auch für Unternehmen interessant, die außerhalb der Uni größere Bereiche betreiben und daher viele Mitarbeiter schnell und sicher mit Informationen und Daten versorgen müssen. Diese können sich dann ein eigenes Netz zur Verfügung stellen lassen, dass nach ihren eigenen Regeln arbeitet und abgesichert ist.

Ericsson schreibt zur Technik hinter den neuen privaten Netzen:

Das neu angebotene 5G-SA-Campus-Netz funktioniert vollkommen getrennt vom öffentlichen Mobilfunknetz: Alle Komponenten der Infrastruktur von den Antennen über das Standalone-Kernnetz hin zum Netzwerkserver befinden sich auf dem Gelände des Kunden. Dadurch wird gewährleistet, dass sensible Daten ausschließlich innerhalb des lokalen Campus-Netzes verbleiben. Die lokale Anbindung der Kundeninfrastruktur ermöglicht außerdem eine besonders einfache und schnelle Verarbeitung von Daten über das private Netzwerk. Diese eigenständige 5G-Architektur „kurzer Wege“ eignet sich am besten zur Unterstützung unternehmenskritischer Anwendungen, die eine ultrakurze Reaktionszeit im Millisekunden-Bereich erfordern. Das 5G-SA-Netz funkt dabei auf eigens für das Unternehmen zur Verfügung stehenden Frequenzen im Bereich von 3,7 bis 3,8 GHz. Somit stehen im privaten Campus-Netz bis zu 100 MHz Bandbreite zur exklusiven Nutzung bereit.

Ganz neu ist diese Technik nicht, denn die Telekom betreibt bisher bereits etwa 10 Campus-Netze in dieser Form bundesweit, aber nun soll diese privaten Mobilfunk-Netze mit 5G Technik weiter ausgerollt werden. Man wird eigene 5G Netzbereiche daher zukünftig in weiteren Bereichen in Deutschland finden und sie entlasten die normalen Handy-Netze, da die Datenübertragung dann nicht mehr im öffentlichen Mobilfunk-Netz abgewickelt werden muss.

Die schlechte Nachricht: Privaten Kunden werden wohl aber keinen direkten Zugriff auf diese privaten 5G Angebote bekommen. Mit einer normalen Allnet Flat surft man also weiter im normalen Mobilfunk-Netz auch wenn vor Ort eventuell bereits privaten 5G Campus Netze zur Verfügung stehen würden. Aktuell ist der 5G Netzausbau in den 5G Bereichen aber noch sehr unterschiedlich. Die Telekom ist dabei bisher am besten aufgestellt und erreicht mittlerweile mehr als 90 Prozent der deutschen Nutzer mit den eigenen 5G Netzbereiche. Vodafone hat ebenfalls bereits in vielen Bereichen eigene 5G Angebot und nur O2 und 1&1 hinken bisher beim 5G Ausbau noch hinterher – 1&1 hat aktuell noch gar keine 5G Netzbereiche freigeschaltet.

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