11 Dezember 2012

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Handytrojaner Zitmo leitet mTANs weiter

Über 30.000 Bankkunden sollen schon Opfer eines neuen Trojaners namens „Zeus in the Mobile“ (Zitmo) geworden sein; eine Studie von Kaspersky Lab schätzt den entstandenen Schaden auf bis zu 36 Millionen Euro. Kaspersky Lab gab der Angriffswelle den Titel „Eurograbber“.

Seinen Anfang nimmt der Betrug auf einem infizierten Windows-PC: Dort wird ein Onlinebanking-Kunde im scheinbar vertrauenswürdigen Umfeld darum gebeten, Typ und Rufnummer seines Handys anzugeben. Stellt er diese bereit, erhält er kurz darauf einen Downloadlink oder direkt eine MMS mit der Aufforderung, ein wichtiges Sicherheitsupdate zu installieren. Wenn man die Installation bestätigt, installiert sich der Trojaner; er schickt fortan alle SMS (inklusive der aufs Handy geschicken TANs) an die Betrüger weiter, die damit Geld abheben oder gar den Dispokredit voll ausschöpfen können.

Die Betroffenen sollen Beträge zwischen 500 und 250 000 Euro durch Zitmo verloren haben. Den Anfang nahm der Betrug in Italien, mittlerweile hat er sich aber über Deutschland und Spanien ausgebreitet. Bisher sind in erster Linie Europäer von der Angriffswelle betroffen. Entgegen den hohen Zahlen der Kaspersky-Studie gab die Berliner Polizei an, Anzeigen zu Zitmo-Angriff lediglich im einstelligen Bereich erhalten zu haben. Es ist also möglich, dass die Studie die Protokolle der von den Betrügern benutzten Server ausgewertet und daraus eine Summe geschätzt hat, ohne zu berücksichtigen, ob die Angriffe auch erfolgreich waren.

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