26 Juli 2012

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Olympia 2012 – IOC verbietet mobile Hotspots

Das Internationale Olympische Komitee  (IOC) hat eine Liste mit Gegenständen veröffentlicht, die bei den olympischen Spielen 2012 in London verboten sind. Auf dieser Liste finden sich neben den üblichen Verboten von Waffen, Giften und Drogen auch eine Einschränkung was private Smartphones angeht. Dort wird relativ deutlich klargemacht, dass die Nutzung der Geräte als WLAN Access Point nicht gestattet ist.

Das IOC schreibt dazu:

Personal/private wireless access points and 3G hubs (smart devices such as Android phones, iPhone and tablets are permitted inside venues, but must not be used as wireless access points to connect multiple devices)

Damit dürfen Nutzer zwar ihre Geräte bei sich führen, die Hotspot Optionen in Android oder iOS darf aber nicht aktiviert werden. Eine Begründung für diese Einschränkung gibt es in der Liste nicht und das IOC hat bislang auch noch nichts dazu ausgeführt. Die normalen WLAN und Internet-Funktionalitäten von Smartphones können aber auch weiterhin genutzt werden. Surfen mit dem Handy ist beispielsweise problemlos möglich, nur darf der eigene Internet Zugang nicht per Hotspot mit weiteren Personen geteilt werden. Möglicherweise will man so die Anonymität von Surfern aufheben.

Es wäre allerdings nicht die erste Kuriosität in Bezug auf die olympischen Spiele 2012. beispielsweise dürfen Links auf die Seiten von Olympia 2012 nur noch gesetzt werden, wenn sie nicht abfällig sind. Private Aufnahmen von Bilder oder Videos dürfen nicht getwittert oder auf Facebook gestellt werden und überhaupt hat man sich bei den Einschränkungen mittlerweile sehr viel Mühe gegeben. Das diese Einschränkungen nicht nur leere Forderungen sind, sah man 2010, als das IOC gegen einen Blogger vorging.

Es ist an sich schade, dass die Olympischen Spiele nicht mehr dem freiheitlichen Gedanken unterliegen, der sie mal getragen hat. Mittlerweile scheint auch hier das Gewinnstreben und die Interessen der Sponsoren im Vordergrund zu stehen. Das ist schade, denn gerade solche internationalen Großereignisse könnten ganz andere verbindende Ideen transportieren und nicht nur die Werbebotschaften der Premium-Sponsoren.

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