14 Mai 2012

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Handys „ab 1 Euro“ oft teurer, als man denkt

Aktuelle Smartphones, die in der Werbung mit günstigen Preisen beworben werden, sind bei vielen Handyanbietern die Regel. Aktuelle Modelle gibt es da oft schon für wenig Geld. Da Kunden daran gewöhnt sind, ihre Handys für oft nur 1 Euro dazu zu bekommen, sobald sie einen Vertrag verlängern oder abschließen, schauen die meisten nur flüchtig hin. Oft verstecken sich hinter den vermeintlich günstigen Angeboten aber weitere Kosten: In vielen Fällen zahlt man beispielsweise nach dem scheinbar sehr niedrigen Kaufpreis monatlich über die Gebühren einen weiteren Anteil für das Smartphone. Wie viel man dann am Ende insgesamt für das neue Handy zahlt, ist schwer erkennbar und wird von den Anbieter deutlich weniger kommuniziert als beispielsweise der Kaufpreis.

Dagegen setzt sich die Verbraucherzentrale nun erfolgreich zur Wehr. Denn diese Art der Preisgestaltung ist eine Täuschung, die den Kunden absichtlich hinters Licht führt. Mehrere Anbieter wie beispielweise Fonic, McSim, O2 und Simply wurden abgemahnt und gaben daraufhin per Unterlassungserklärung an, ihre Preise zukünftig durchsichtiger darstellen zu wollen. Trotzdem hat die Verbraucherzentrale schon mehrmals per Gericht auf einen klar bezeichneten Preis pochen müssen. Noch immer findet man Angebote, in denen der Endpreis des Handys nicht auf Anhieb erkennbar ist und oft mühsam zusammengerechnet werden muss. Urteile zu diesem Thema finden sich beispielsweise unter folgenden Aktenzeichen: Congstar (Landgericht Köln, Az.: 31 O 746/11), Primacall (Berliner Kammergericht, Az.: 23 W 2/12) und Vodafone (Landgericht Düsseldorf, Az. 38 O 162/11, nicht rechtskräftig).

Mit solchen Angeboten, die eher Augenwischerei als Schnäppchen sind, ist es mittlerweile nicht ungewöhnlich, dass man oft auch billiger an sein neues Smartphone kommt, wenn man es einfach ohne Vertrag kauft. Auf jeden Fall sollte man bei einem Vertragsabschluss überprüfen, was genau man eigentlich jeden Monat bezahlen wird. Oft kann es billiger sein, eine normale Allnet Flat (mit oder ohne Laufzeit) zu buchen und sich ein freies Handy dazu zu kaufen. Damit bleibt man auch flexibel und kann wechseln, wenn der Anbieter doch nicht passen sollte.

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